
Neubau
Neubauförderung noch immer interessant!
Kennen Sie noch KfW-Effizienzhäuser 55 oder 40? Und hat man Ihnen erzählt, dass es für diese Häuser eine Neubauförderung gibt?
Immer wieder werde ich mit genau diesen Aussagen konfrontiert. Bereits Ende Januar 2022 endete die Förderung für Effizienzhäuser 55 und am 20. April 2022 auch für Effizienzhäuser 40. Seit Januar 2023 gibt es Förderung nur noch über das Programm "Klimafreundliches Bauen".
Basis für dieses Programm ("KFN" oder "KFWG" genannt) ist auch weiterhin das Effizienzhaus 40. Allerdings sind weitere Nachweise erforderlich. Hierfür erstellt der bestellte Energieberater neben dem Energieausweis eine sogenannte "Lebenszyklusanalyse", welche die Auswirkungen von Bau, Recycling und Betrieb des Gebäudes über einen Zeitraum von 50 Jahren auf die Umwelt errechnet.
Erreicht das Gebäude den so genannten KFWG-Standard, dann erhalten Antragsteller
- entweder aus dem Programm 300 (für Familien)
- oder dem Programm 297 (für Selbstnutzer) oder 298 (für Vermieter)
zinsvergünstige Darlehen. Der Zinsvorteil beträgt dabei gegenüber herkömmlichen Baufinanzierungen bis zu 2 % pro Jahr.
Noch interessanter mit Qualiätssiegel Nachhaltiges Bauen (QNG)
Entscheiden sich Bauherren für das QNG-Siegel, so erhöht sich die gewährte Darlehenssumme um 50.000 EUR. Voraussetzung ist hier neben der Lebenszyklusanalyse auch eine Bestätigung eines so genannten "Auditors" einer Zertifizierungsstelle. Ob sich dies "rechnet", hängt von den Rahmenbedingungen ab. Einige Fertighaushersteller bieten hier eine Serienzertifizierung an, mit der viele der mit dem Audit verbundenen Klippen umschifft werden können.
